Türkei Reise 2010
1. Mai Es ist halb sechs morgens und kalt. Eine Gruppe von
14 Leuten macht sich auf den Weg in die Türkei. Im Gepäck
hat jeder seine Gleitschirmausrüstung dabei.
Am Flughafen Zürich stehen wir am Check-In Schalter
der Türkischen Fluggesellschaft und packen Sachen von
einem Gepäck ins andere bis jeder die geforderten 20kg
nicht überschreitet. Kommt ja eh alles ins gleiche Flugzeug
.....
Nach einem Zwischenhalt in Istanbul geht’s weiter nach
Dalaman von wo aus wir mit einem Schuttlebus nach Ölüdeniz
gebracht werden. Gegen Abend sind wir am Ziel.
Der erste Eindruck ist sehr gut. Sonne, Strand, Meer und
Oba Motel. Paradiesisch ....
Das Frühstück ist verputzt und stärkt uns
für den ersten Flug vom Berg Babadag nach Ölüdeniz.
Die Aussicht von 1700m ist Fantastisch. Als bald der Wind
optimal ist, legen wir unsere Schirme aus und starten. Alle
kommen lehrbuchmäsig in die Luft.
Ein Gleitflug vom feinsten mit über 30min mit Landung
am Strand wurde uns beschert. Besser geht’s nicht. Sogar
das packen wird einem leicht gemacht. Für 5 Türkische
Lira wird einem alles gepackt :) Das ist Service.
Für die Verpflegung stehen uns eine riesengrosse Auswahl
an Restaurants und Snack-Bars zur verfügung. Das Essen
ist köstlich und besser als erwartet. Die Preise sind
sehr human, wenn nicht sogar billig. Komischerweise hatte
ich in den 2 Wochen nicht ein einzigen Döner Kebab :)
Ein Flug in die Schmetterlingsbucht steht an. Toni schwärmt
schon davon bevor wir überhaupt am Startplatz sind. Die
Bucht liegt ca. 3km weiter südlichwestlich vom Startplatz
und ist nur über Wasser- oder Luftweg erreichbar. Sie
wird von "Aussteigern" beheimatet die sich dort
mehr oder weniger selbst versorgen.
Der Flug dorthin ist so entspannend und idyllisch, dass man
gar nicht mehr landen will. Trotzdem lohnt es sich, zur Landung
anzusetzen in der Bucht. Ein schöneres Plätzchen
Erde habe ich noch nicht gesehen. Wir beschliessen unseren
Tag in der Bucht verbringen und genehmigen uns ein, zwei Glas
Wein. Der Rückweg nach Ölüdeniz ist mit einem
Schlauchboot organisiert.
Viele Leute bangen auf das Formel 1 Rennen so beschliessen
wir, uns darauf vorzubereiten und suchen eine Gokartbahn auf,
um mit den Formel 1 Piloten annähernd Gleichfühlen
zu können.
Jeden Tag steht ein Kameramann am Startplatz und am Landeplatz.
Die Aufnahmen werden jeden Abend in der Cloud 9 Bar gezeigt
und unter kritischem Auge von jedem kommentiert.
Damit das Kulturelle nicht zu kurz kommt, gehen wir in Fethiye
den Markt besuchen. Da gibt es alles was das Herz begehrt.
von der Rolex für 20 Türkische Lira bis hin zur
Dolce Gaban Sonnenbrille für 10 Türkische Lira.
Viele schöne Flüge mit super Starts und Landungen
bei bestem Wetter, 28 Grad und jeden Tag die Sonne. Ich freu
mich schon jetzt wieder auf nächstes Mal.
Suvi
Wort des Fluglehrers

Zum Fluggebiet
Wie schon von Suvi beschrieben, durften wir wieder 2 super
Flugwochen bei schönstem Wetter erleben.
Das Fluggebiet rund um den Babadag hat es aber in sich. Die
Fahrt mit dem Truck, die Militärmaut-Stelle und die verschiedenen
Startplätze.
Nicht ungefährlich, Beispiele: Am Nordstartplatz sehen
wir Piloten die trotz Nordwind Richtung Süden starten.
(Rotor) Nordwest kann schon gefährlich werden.
Der mittlere Startplatz Nord: Hier braucht es einwenig Aufwind
und gute Startbeherrschung.
Start Platz Süd 1700m, eigentlich ideal. 4 Windfahnen
zeigen nach oben, alles OK, zeigt die Fahne oben am Startplatz
nach unten, dann ist dieser Startplatz garantiert im Lee.
So schön es hier ist, die einmalige Aussicht, das klare
Meer, man muss auch hier bei zweifelnden Verhältnissen
nein sagen können und die Ausrede, jetzt sind wir soweit
gefahren, zählt auch da nicht.
Babadag; wir kommen wieder.
Die Aussicht, der Flug in die Schmetterlingsbucht, das azur
blaue Meer, das gute Essen, die Bungalow’s, Hakkan,
Kadri, und alles Andere.
Bis Bald
|